Der Hirschkäfer (Lucanus cervus)

männlicher Hirschkäfer auf der Suche nach einem Weibchen (c) Katharina Schabl
Hirschkäfer bei der Paarung (c) Katharina Schabl

 

Im Juni kommen die Hirschkäfer (Lucanus cervus) aus der Erde und gehen auf Partnersuche. Die zu den größten Käfern Europas gehörenden Insekten sind besonders in der Dämmerung aktiv und die Männchen sind durch ihr auffälliges, geweihartiges Oberkiefer erkennbar. Dieses „Geweih“ brauchen die Käfer um sich gegen Rivalen zu verteidigen und diese vom Ast zu werfen.

Am wahrscheinlichsten kann man die Hirschkäfer in Laubwäldern oder Eichenwäldern antreffen. Sie sind somit auf gehölzreiche Kulturlandschaften angewiesen wo die Weibchen ihre Eier an abgestorbenen Baumstümpfen und Wurzelstöcken legen. Die Larven leben dann 3-8 Jahre unter der Erde und ernähren sich von verfaulendem Holz. Die erwachsenen Käfer dagegen leben nur einige Wochen und ernähren sich von austretendem Baumsaft (bevorzugt Eichen). Die meiste Zeit seines Lebens verbringt der Hirschkäfer also unter der Erde.

Wer also dem gefährdeten Hirschkäfer helfen will, sollte Totholz in seinem Garten erhalten oder Eichenbestände in Siedlungen und Parks erhalten.

Wer mehr über den Hirschkäfer wissen will:
www.bluehendesoesterreich.at