Der Wiedehopfe (Upupa epops) im Naturpark!!!

Wiedehopf bei der Fütterung
Gerhard Gabriel mit den Nistkästen
 

 

Einer der hübschesten und auffälligsten heimischen Vogelarten ist sicherlich der Wiedehopf. Mit seinem rostbraunen Gefieder, seiner auffällig langen Federhaube am Kopf und dem nach unten gebogenen Schnabel ist er leicht zu erkennen.

Der Wiedehopf benötigt alte, höhlenreiche Obstbäume um dort zu Brüten und genug Insekten auf den Wiesen um seine Jungen aufzuziehen. Zu seiner Nahrung zählen vor allem größere Insekten wie Grillen, Käfer und deren Larven. Er stochert im Boden oder an der Erdoberfläche weshalb vegetationslose Bodenstellen, lückige Vegetation und kurzgrasige Flächen wichtig sind.

Doch es steht nicht gut um den schönen Wiedehopf. Er ist stark gefährdet, da er trockene Lebensräume besiedelt mit extensiv bewirtschafteten Streuobstbeständen und Weiden mit schütterer, kurzrasiger Vegetation. Diese werden aber immer seltener.

Durch das Interreg-Projekt „BANAP – Balance for Nature and People“ soll der Erhalt der biologischen Vielfalt für die Zukunft gesichert werden und der Naturpark Geschriebenstein beschäftigt sich in diesem Projekt mit der Inwertsetzung von Streuobstwiesen, die ein wichtiger Lebensraum für den Wiedehopf sind.

Mit dem Erhalt, der Pflege und der Nutzung der artenreichen Streuobstwiesen wird ein ökologisch reicher Lebensraum und eine Kulturlandschaft erhalten und damit auch der Wiedehopf.

Bei uns im Naturpark ist Gerhard Gabriel als Naturschutzorgan sehr aktiv und hilft den Wiedehopfen. Er stellt zahlreiche Nistkästen auf die auch jedes Jahr gerne von den Vögeln angenommen werden.

Dieses Jahr wurden mit Hilfe von Daniel Leopoldsberger von BirdLife Österreich, Katharina Schabl vom Naturpark und Gerhard Gabriel als Naturschutzorgan die Jungvögel mit einer Kombination aus Farbringen am linken Tarsus beringt.

Durch dieses Beringungsprojekt wird einerseits

  • Grundlagenforschung betrieben,
  • Informationen für gezielten Artenschutz gesammelt und über das integrierte
  • citizen-science-Projekt Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung betrieben.

Insgesamt wurden heuer 37 Jungvögel bei geeignetem Alter und ein adulter Wiedehopf mit einer Kombination aus drei Farbringen am linken Tarsus und einem Metallring der Österreichischen Vogelwarte am rechten Tarsus beringt. Diese Farbringe sind selbst aus weiter Entfernung leicht zu sehen und die Vögel können damit individuell identifiziert werden. Die Bewohner in den Naturparkgemeinden und vor allem in Rechnitz spielen als Citizen Scientists eine wichtige Rolle. Durch die Einträge ihrer Sichtungen in das Naturkalender Burgenland App können wir Rückschlüsse auf die Verbreitung, die Raumnutzung usw. erfahren.