Die Feldgrille (Gryllus campestris)

Feldgrille (c) Katharina Schabl
 

Jeder kennt sie, die Feldgrille vor allem durch ihr Zirpen an warmen Sommertagen. Doch wenigen ist etwas über ihre Lebensweise bekannt. Wir wollen euch heute die Feldgrille vorstellen.

Habt ihr gewusst, dass die Feldgrille in die Ordnung der Heuschrecken gehört?
Doch anders als die Heuschrecken leben die Grillen in selbst-gegrabenen Erdlöchern. Wenn der Boden wieder wärmer wird, häuten sich die Larven zum 10. und letzten Mal. Jetzt haben sie die Größe des ausgewachsen Tieres mit ihren Flügeln erreicht.

Doch Feldgrillen können nicht fliegen!
Die Männchen verwenden ihre verstümmelten Hinterflügel zum Zirpen um Weibchen anzulocken und ihr Territorium abzugrenzen. Um die typischen Grillengesänge zu erzeugen, reiben sie die Flügel rasch an der sog. „Schrill-Leiste“ gegeneinander. 
Normalerweise hört man ihre Konzerte von Mai bis Juli. Doch heuer leiten die Feldgrillen den Sommer schon seit April ein, was besonders früh und ungewöhnlich ist.

Der Eingang ihrer 40 cm langen selbst gegrabenen Wohnhöhle wird zur „Arena“ der Männchen. Dieser Platz wird vegetationsfrei gehalten um als Singwarte benutzt werden zu können und ausdauernd zu stridulieren. Das stumme Weibchen findet so die paarungsbereiten Männchen.

Feldgrillen sind in vielen Wiesen zu finden und sehr scheu. Man muss schon viel Geduld haben um ein Männchen beim Zirpen zuschauen zu können. Sie sind nicht wählerisch was ihre Nahrung betrifft. Sie ernähren sich von kleinen Bodentieren oder Blättern und Wurzeln von Gräsern und Kräutern.

Wer Feldgrillen in seinem Garten hat kann sich glücklich schätzen und sich ihrer Lockgesängen bis spät in die warmen Nachtstunden hinein erfreuen. Feldgrillen bevorzugen trockene, magere Wiesen. Aber auch auf schütter bewachsene Böschungen und Hängen fühlen sie sich sehr wohl. Sie sind ein Indikator für naturnahe Lebensräume und ihre Höhlen tragen maßgeblich zur Belüftung des Bodens bei.

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